Die Ausstellung selbst, die auf 18 Bannern ausschließlich Orte der nationalsozialistischen Verfolgungen im heutigen Rheinland-Pfalz zeigt, ist als regionalhistorische Ergänzung der Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ des United States Holocaust Memorial Museum, Washington DC, konzipiert worden. In Kooperation mit der Gedenkstätte KZ Osthofen sind 2025/26 auch fünf Roll-Ups entstanden, die von Schülerinnen und Schülern des Mons-Tabor-Gymnasiums konzipiert wurden und gemeinsam mit der Ausstellung zu sehen sind. Sie befassen sich mit:
- dem als „asozial“ verunglimpften Auschwitz-Überlebenden August Schäfer III (1893-1959) aus Nister,
- dem katholischen Bezirksjungscharführer Franz Kleck (1908-1945) aus Merkelbach, dem man zusätzlich Homosexualität unterstellte,
- dem unfreiwillig eine Verhaftungswelle der Gestapo auslösenden Zeugen Jehovas Louis Pfeifer (1895-1945) aus Bad Marienberg,
- dem unter dem Fallbeil hingerichteten, 20-jährigen Deserteur Herbert Lamboy (1922-1943) aus Irmtraut sowie
- dem nach Kuhnhöfen und Welschneudorf zum Arbeitseinsatz verschickten Polen Tadeusz Prusak (1919-1999).

Die Präsentation ist zudem erweitert durch originale Dokumentationen über die verschiedenen Gedenk- und Erinnerungsprojekte zu Westerwälder NS-Verfolgten, die über Jahre hinweg am Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur durchgeführt wurden und Erinnerungsorte in der Region schufen und noch begründen werden.
Ein Besuch der Eröffnungsveranstaltung sowie der Ausstellung während der Öffnungszeiten der Sparkasse ist gerade auch für Schulklassen empfehlenswert.

