Tiergartenstraße


 

Die Tiergartenstraße durchschneidet im Südwesten der Stadt ein Gelände zwischen dem Burgberg/Bahnhofstraße und dem Fürstenweg. Das Gelände wird im Norden durch die Eschelbacher- und im Süden durch die Wallstraße begrenzt.

Die kurfürstliche Amtskellner (Finanz- und Wirtschaftsverwaltung des Amtes)  erwirbt erste Teile des Geländes in den Jahren 1587 bis 1597, um dort zur Pflege und Aufzucht jagdbaren Wildes einzurichten. Auf dem Gelände wird ein so genannter Wildstall gebaut und eine Fasanerie eingerichtet. In den Jahren 1662 und 1700 wird der „Tiergarten“ bis zu seiner endgültigen Ausdehnung erweitert. Am nordöstlichen Rand (heute gegenüber dem Kreisel, Ecke Bahnhofstraße/Alleestraße) wird 1769 ein Gestüt errichtet (heute:  Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Westerwald-Osteifel)

Ab 1768 wird das Gelände nur noch als Weideland für die herrschaftlichen (kurfürstlichen) Pferde und Fohlen genutzt. Im Verlaufe der Revolutionskriege um 1806 wird von der nassauischen Landesregierung vorübergehend dort ein Lazarett betrieben. Um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert wird mit der Bebauung und Anlage von Straßen begonnen.

Das Gelände wurde nach dem 1. Weltkrieg vorübergehend als Übungsgelände der US.-Besatzungstruppen genutzt.

 



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