Adolf-Edel-Straße


Der Dachdecker Adolf Edel wurde am 09.09.1893 in Holler geboren und wurde am 26. März 1945 erschossen, nachdem, er wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt worden war.

Edel, der als „Linker“ bekannt aber nicht in einer Partei politisch engagiert war, scheute sich nicht, seine Ablehnung des Nationalsozialismus öffentlich zu äußern. Ebenso hörte er „Feindsender“, wohl wissend, dass es verboten war. Er stand auch mit seinem Schicksals- genossen Skatulla in Verbindung. Nach Aussagen von Zeitzeugen war er außerdem Soldaten behilflich, die die Absicht hatten, zu desertieren. Er stand unter Beobachtung der Gestapo, die vermutlich einen Spitzel in seinem Haus untergebracht hatte. Möglicherweise wurde er auch von einem Soldaten, der dort „im Quartier“ lag, wegen der Feindsender denunziert. Edel, seine Frau und eine Tochter wurden am 19. März verhaftet und in das Gerichtsgefängnis eingeliefert. Über eine formelle Anklage und eine Gerichtsverhandlung sind bisher keine Dokumente feststellbar, jedoch wurde er ausweislich der Sterbeurkunde am 26. März 1945, gegen 11.00 Uhr (ca. eine Stunde bevor amerikanische Truppen die Stadt besetzten) in einer Kiesgrube an der Limburger Straße durch Genickschuss getötet.


Bernd Schrupp 06/2016


Adolf-Edel-Straße (Quelle: OpenStreetMap)

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