Stadtarchiv

Stadtarchiv Montabaur
 

!!!   Bitte um Beachtung   !!!

Das Stadtarchiv Montabaur bleibt aufgrund der aktuellen Lage im November 2020 für Besucher vollständig geschlossen. Interessierte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten allerdings beschränkten Zutritt. Dafür ist eine vorherige terminliche Absprache mit dem Stadtarchivar Herrn Dennis Röhrig oder Herrn Bernd Schrupp unbedingt nötig. Aufgrund von Urlaub des Archivpersonals muss das Stadtarchiv darüber hinaus mindestens bis einschließlich zum 10.12.2020 geschlossen bleiben.




AUFGABEN DES STADTARCHIVS

Das Stadtarchiv Montabaur ist eine öffentliche Einrichtung, deren Aufgabe in der Bewahrung, Ordnung, Verzeichnung, Pflege und Bereitstellung des Archivgutes der Stadt Montabaur für amtliche und private Zwecke liegt, soweit sie sich auf das Zeitgeschehen der Stadt Montabaur beziehen. Auch die Bereitstellung und Auswertung für die eigene Verwaltung und für andere kommunale und staatliche Behörden, sowie für wissenschaftliche und private Anfragen und Forschungen gehört zu den Kernaufgaben unseres Stadtarchivs.


NUTZUNG EINES ÖFFENTLICHEN ARCHIVS

Die Nutzung des Archivgutes ist im Landesarchivgesetz (LArchG) geregelt.  Nach den Bestimmungen von § 3, Absatz 3 des LArchG darf Archivgut erst 30 Jahre nach Entstehen der Unterlagen benutzt werden. Soweit es sich um natürliche Personen bezieht, darf es erst 10 Jahre nach deren Tod, oder, wenn das Todesjahr dem Archiv nicht bekannt ist, erst 100 Jahre nach der Geburt des Betroffenen benutzt werden; wenn weder das Jahr der Geburt noch das Jahr des Todes des Betroffenen bekannt ist, gilt eine Frist von 60 Jahren nach der Entstehung der Unterlagen.


QUELLEN DES STADTARCHIVS

Das Stadtarchiv kann Sie mit fundierten genealogisch auswertbaren Quellen bei familiengeschichtlichen Forschungen unterstützen. Hierzu zählen etwa Stockbücher mit Beschreibungen von Grund- und Immobilienbesitz, Beerdigungsregister, Bürgerlisten, Kaufverträge, Adressbücher (auch der regionalen Unternehmen), Ortsfamilienbücher, Volkszählungslisten, Haushaltslisten, Verlobungslisten, Meldekarten. Da unsere Archivalien jedoch in vielen Fällen nach sachlichen Kriterien geordnet sind, sind sie oft nicht oder nur mit erheblichem zeitlichen Aufwand nach Personen abfragbar. Geburten- Heirats- und Sterberegister befinden sich hingegen nicht im Stadtarchiv. Um einen exakten Rückschluss über familiäre Zusammenhänge zu gewinnen, bedarf es daher stets der Koordination mehrerer Archive. Das Stadtarchiv gibt gerne Auskunft darüber, welche Archive noch kontaktiert werden sollten.

Das Stadtarchiv verfügt über eine Reihe von Archivalien, die Auskunft über heimatkundliche Fragestellungen geben können. Unsere Archivbibliothek, unser Zeitungsarchiv und zahlreiche Nachlässe enthalten wertvolle Informationen über Brauchtum, Sprache, Dialekt, Dichtung und Klöster. Bei unserer Archivbibliothek handelt es sich jedoch um eine reine Präsenzbibliothek. Die Ausleihe oder Mitnahme einzelner Bücher oder Reihen ist daher im Gegensatz zu Anfertigung von Kopien und / oder Scans nicht möglich.

Unsere Bestände, deren Schwerpunkt vom 15. bis ins 20. Jahrhundert reicht, geben durch Zeitungen wie die Westerwälder Zeitung (seit 1868), teils bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichende Reihen wie die Nassauischen Annalen, die Nassauischen Blätter oder das Landwirtschaftliche Wochenblatt, unsere Stadtratsprotokolle, Steuer- und Armenlisten sowie Rechnungen wertvolle Auskünfte für die wissenschaftliche Forschung. Diese beinhalten wissenschaftlich auswertbare Informationen zur Lokalgeschichte und zu Themen rund um Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Minderheitenforschung oder Agrargeschichte.

 

BENUTZBARKEIT DES ARCHIVGUTES

Die im Archiv verwahrten Archivalien können dort von allen Personen, die ein berechtigtes Interesse glaubhaft machen, benutzt werden. Sie haben sich auf Verlangen auszuweisen. Die reguläre Benutzungsart ist die persönliche Benutzung, die zu den hier angegebenen Öffnungszeiten oder nach terminlicher Vereinbarung erfolgt. Das Stadtarchiv erteilt auch schriftliche Auskünfte (E-Mail, Brief), soweit dies die Sperrfristen zulassen. Ein Anspruch auf die Ermöglichung einer anderen als der persönlichen Benutzungsart besteht jedoch nicht.

 

GEBÜHREN

Für die persönliche Nutzung von Archivalien im Benutzersaal und gegebenenfalls im Kontext dieser Nutzung anfallende Beratung durch das Archivpersonal fallen keinerlei Gebühren an. Auch schriftliche Auskünfte sind bis einschließlich zur 5. Arbeitsstunde kostenfrei. Für schriftliche Auskünfte per E-Mail oder Brief wird der Arbeitsaufwand des Archivpersonals unabhängig vom Rechercheergebnis ab der 6. angefangenen Stunde mit 40,00 € pro Stunde bzw. 20,00 € pro zusätzlicher halber Stunde berechnet. Daher empfiehlt es sich, bei schriftlichen Anfragen stets eine Kostenbegrenzung anzugeben.

Das Anfertigen von bis zu 5 Fotokopien ist kostenlos. Ab der 6. Kopie sind 0,05 € pro Kopie zu erstatten. Die Anfertigung von Fotografien ist kostenlos.



ONLINEKATALOG des Stadtarchivs

Mit diesem Katalog können Sie alle Medien der Stadtbücherei sowie den bereits erfassten Bestand der Bibliothek des Stadtarchivs angezeigt bekommen. Der Stadtarchivbestand ist nicht ausleihbar!



Standort: Konrad-Adenauer-Platz 9 (4. Stock) 56410 Montabaur


Informationen bei:
Dennis Röhrig
Leiter Stadtarchiv
Verbandsgemeindeverwaltung
Telefon (0 26 02) 126 - 376
Fax (0 26 02) 126 - 251
droehrig@montabaur.de

 
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Bernd Schrupp
Freier Mitarbeiter des Stadtarchivs
Verbandsgemeindeverwaltung
Telefon (0 26 02) 126 - 376
Fax (0 26 02) 126 - 251
bschrupp@montabaur.de



AUS DER ARCHIVGESCHICHTE

Schon 1591 wird in der kurfürstlichen Ordnung für das Gericht zu Montabaur eine Kiste erwähnt, in der Schöffenbuch, Aufträge, Übergaben und "sonsten mehr ... verwahrlich gehalten werden" sollen. Sicher befand sich darin auch das Eidbuch mit den Formulierungen für den Schöffen- und Ratseid, den gemeinen Bürgereid und viele mehr, das schon 1491 angelegt worden war. Auch das "Rote Buch" mit den Formeln zu den Freiheiten und Gewohnheiten der Stadt, Huldigungsritualen und anderem fand dort sichere Aufbewahrung.

Aus dieser einen Kiste wurden im Laufe der Zeit viele Kisten, in denen die städtischen Akten und Urkunden aufbewahrt und staubfrei gelagert werden. Das Stadtarchiv bezog 1995 neue Räumlichkeiten im 4. Stock, Konrad-Adenauer-Platz 9, wo durch die Aufteilung der ca. 200 m² Fläche in Magazin, Arbeits- und Besucherbereich ein angenehmes Arbeitsklima geschaffen wurde. Inzwischen hat sich das Stadtarchiv zu einem Zentrum der Heimatforschung entwickelt,wie die herausgegebene Schriftreihe belegt.

Mit Hilfe von Findbüchern erfolgt schneller Zugriff auf die gewünschten Quellen. Das Archivpersonal steht auf Wunsch den Benutzern beratend zur Seite.




Zahlreiche Informationen zu den einzelnen Themen finden Sie auch im Stadtlexikon.  

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