Zur Geschichte: Der
Name “Westerwald” für ein Trossschiff kann schon als Tradition
bezeichnet werden. Der Namensvorgänger des Munitionstransporters
“Westerwald” war der Tanker “Westerwald”, der 1937 als “Nordmark” vom
Stapel lief, 1938 in “Westerwald” umbenannt und in den Dienst der Marine
gestellt wurde. Seine Beladung bestand neben Betriebsstoff auch aus
Munition. Als britische Kriegsbeute wurde der Tanker im Juni 1945 als
“Northmark” wieder aktiviert und schließlich 1955 abgewrackt. Der
Munitionstransporter “Westerwald” wurde von der Werft Ohrenstein und
Koppel in Lübeck gebaut und 1967 in Dienst gestellt. Der Heimathafen war
Flensburg. Ende 2010 ist die "Westerwald"
endgültig in den Hafen der Geschichte eingelaufen, als das Marineschiff
wegen erheblicher Schäden außer Dienst gestellt wurde. Der Fahrbetrieb
war im Mai 2010 bereits eingestellt worden. Erst am 16. April war die
"Westerwald" aus Südafrika heimgekehrt, wo sie einmal mehr den Einsatz-
und Ausbildungsverband der Marine mit Munition unterstützt hatte. 
Die
Stadt Montabaur hat zum Andenken einen Kupferstich erhalten, der im
Rathaus-Altbau, 2. Stock, einen würdigen Platz zur Erinnerung gefunden
hat.
Der letzte Besuch der befreundeten Schiffsbesatzung fand im März 2005 statt:
Schiffsbesatzung wieder auf Landurlaub in der Patenstadt 
Eine Delegation der Besatzung des Trossschiffs "Westerwald" besuchte vom
18. bis 20.03.2005 mit ihrem Kapitän Norbert Egts und dessen Gattin
ihre Patenstadt Montabaur. Stadtbürgermeister Klaus Mies hatte die
Besatzung für mehrere Tage eingeladen. Beim Begrüßungsempfang hat
Kapitän Egts dem Stadtbürgermeister eine Spende über 1.000 Euro
überreicht, die an verschiedene örtliche Einrichtungen weitergegeben
werden soll. Dank der großen Bereitschaft der Montabaurer Bürger fanden
sich ausreichend private Unterkünfte für die Gäste. Gemeinsam mit der
Mannschaft nahmen auch die Gastgeber an einem abwechslungsreichen
Programm teil: Besuch des ICE-Parks, "Ostereierschießen" des Montabaurer
Schützenvereins, ein Tagesausflug nach Weilburg und zur Kubacher
Kristallhöhle sowie ein Abend in der Köppelhütte wurden
unternommen.Sonntags begab sich die Gruppe morgens zu Fuß zum Schloss
Mons Tabor, wo man sich nach einer Schlossführung und einem festlichen
Essen im Rittersaal voneinander verabschiedete. Zur Erinnerung an die
partnerschaftlichen Begegnungen überreichte Stadtbürgermeister Klaus
Mies Kapitän Norbert Egts eine Radierung des Alten Rathauses.
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