Insektenhotel auf dem Friedhof aufgestellt

Naturnahe Blühflächen bereichern den Parkfriedhof in Montabaur

Es summt und brummt zwischen den Gräbern, die Vögel zwitschern in den Bäumen und unter den Büschen raschelt es hier und da. Der Hauptfriedhof in Montabaur ist eine grüne Oase und steckt gerade in den Sommermonaten voller Leben. Seit 2016 wird die Anlage Schritt für Schritt in einen Parkfriedhof umgewandelt, der neben vielfältigen Bestattungs- und Gedenkmöglichkeiten auch Ruhe und Erholung bietet. Zur Vielfalt gehört auch eine naturnahe Blühwiese, die nicht gemäht wird und so vielen Insekten und Kleintieren einen Lebensraum gibt. Für die Summer und Brummer wurde nun auch ein Insektenhotel am Rand der Wiese errichtet, das aus einer Kooperation der Stadt Montabaur mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft entstand.

„Wir betrachten jede einzelne Grünfläche der Stadt und der Verbandsgemeinde verstärkt unter dem Aspekt, wie wir mehr Naturschutz mit der Nutzung oder Funktion in Einklang bringen können. Dazu gehören auch die Friedhöfe“, erklärt Markus Kuch, Leiter des Grünflächenamtes bei der Verbandsgemeindeverwaltung Montabaur. Der Erhalt der Artenvielfalt bei Pflanzen, Insekten und Tieren steht hier im Vordergrund. Insektenhotels kombiniert mit fachgerecht angelegten Blühflächen sind dabei ein probates Mittel. Auf dem Hauptfriedhof unterhalb des Ehrenhains vom 2. Weltkrieg hat das Team des Bauhofs eine Freifläche mit heimischen Wiesenkräutern eingesät und daneben das Insektenhotel montiert. Mit den verschiedenen Fächern aus Ästen, Steinen, Laub, Stroh, Tannenzapfen, Baumscheiben und Lehmziegeln bietet es Unterschlupf für Insekten vieler Arten und Größen. „Schon nach wenigen Tagen waren die ersten Bewohner eingezogen“, berichtet Christoph Kuhl, der Leiter des Bauhofs, der mit seinem Team den Friedhof pflegt.

Das Insektenhotel haben Teilnehmer aus verschiedenen Lehrgängen zur beruflichen Rehabilitation beim Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft (BWHW) passgenau gefertigt. Die Maßnahmen werden gefördert von der Deutschen Rentenversicherung und Berufsgenossenschaft durch die „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ im SGB IX. In diesen Kursen können sich Menschen mit Beeinträchtigungen auf ihrem Weg zurück ins Arbeitsleben erproben und ihre Integration zielführend beeinflussen. Unter der Anleitung von Lehrgangsleiter Peter Bill haben Bruno Buhl, Klaus Hering, Peter Krissel, Thomas Neuser, Dominik Rudolph und Frank Säglitz das Bauwerk fachgerecht geplant, zugeschnitten und zusammengebaut. „Hier kann ich zeigen, was ich kann. Das war unser Motto für das Projekt. Jeder Teilnehmer konnte seine eigenen Ideen einbringen“, beschreibt Peter Bill den Arbeitsprozess. Ein weiteres Insektenhotel aus Bills Werkstatt steht an der Stadtmauer unterhalb dem Turm Walpadayn. Als nächstes gemeinsames Projekt planen die Stadt Montabaur und das Hessische Bildungswerk den Bau von Nistkästen für Vögel und Fledermäuse.



Die Silhouette von Schloss Montabaur ziert das Dach des neuen Insektenhotels auf dem Hauptfriedhof von Montabaur. An dem Projekt haben mitgearbeitet (v.l.) Markus Kuch (Grünflächenamt VG), Klaus Hering (BWHW), Christoph Kuhl (Bauhof Stadt), Dominik Rudolph und Peter Bill (beide BWHW).

Die Silhouette von Schloss Montabaur ziert das Dach des neuen Insektenhotels auf dem Hauptfriedhof von Montabaur. An dem Projekt haben mitgearbeitet (v.l.) Markus Kuch (Grünflächenamt VG), Klaus Hering (BWHW), Christoph Kuhl (Bauhof Stadt), Dominik Rudolph und Peter Bill (beide BWHW).






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