Hermes, Adolf.

Obersteuerinspektor, Leiter des Finanzamtes Montabaur. * 04.02.1880 in Montabaur, † 25.12.1948.

Adolf Hermes stammt aus der Polsterei Hermes aus dem Sauertal.  Nach seiner  Ausbildung zum Beamten des mittleren Dienstes leistete er im ersten Weltkrieg Kriegsdienst und wurde mehrfach ausgezeichnet. Nach dem Krieg widmete er sich seiner weiteren Ausbildung, absolvierte den Aufstieg in die Laufbahn des gehobenen Dienstes beim Finanzamt Hanau. Hermes war einer der wenigen Beamten,  die sich öffentlich gegen das nationalsozialistische Regime wandte. So ist überliefert, dass er in der Gastwirtschaft Degen (heute „Kroli am Markt“) überaus betont feststellte: „alle Hitler seinen Lumpen, aber nicht alle Lumpen seinen Hitler“. Auf Grund dieser „staatsfeindlichen“ Äußerung wurde er ohne Bezüge aus dem Dienst entlassen. Danach war er einige Zeit im  Betrieb seines Schwiegervaters (Tongruben Herz)  als Prokurist beschäftigt. Seine politische Einstellung zum Nationalsozialismus veranlasste die französischen Besatzungsbehörden Hermes bald nach dem Zusammenbruch als ersten Vorsteher die Finanzamtes Montabaur zu berufen. Dieses Amt übte er bis zu seinem Tode aus.

Bernd Schrupp, 04/2012


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