Großer Herrgott

,,Großer Herrgott" ist kein offizieller Name oder eine topografische Bezeichnung. Er ist mindestens seit den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt. Die Bezeichnung bezieht sich heute auf die steile Gefällstrecke der B 49 in Richtung Koblenz, ab der LKW Umgehung/Straße nach Arzbach und dem ,,Hillscheider Stock".

Den Namen findet man in Deutschland öfter,  er bezeichnet meist markante Geländepunkte und/oder Aussichtspunkte.

Lokal bezogen spielt unter Umständen die Kapelle, die im Verlauf der Gefallstrecke linker Hand (Richtung Koblenz) zu sehen ist, für die Namensgebung eine Rolle. Erbaut vermutlich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts von Johann Baptist Gerharz (1819 bis 1907) aus Arzbach. Gerharz war Bauunternehmer, der auch in Montabaur begütert war und Erbauer des neugotischen "Alten Rathauses" in Montabaur ist.

Vermutlich erst einige Zeit nach der Erbauung hat Gerharz eine sakrale Figurengruppe erworben und in der Kapelle aufgestellt. Diese Figurengruppe passt jedoch wegen ihrer ungewöhnlichen Größe proportional nicht zur Kapelle. Eventuell leitet sich daher dieser Begriff "Großer Herrgott" ab. Da Gerharz 1907 verstorben ist, kann man davon ausgehen, dass sich der Name zum Ende des 19. Jahrhunderts im Volksmund entwickelt hat.

 

Bernd Schrupp 02/2018




Quelle/Literatur:

Fries, Dieter, ,, Die Kapelle am Großen Herrgott" in: Wäller Heimat Jahrg. 2011 Westerwälder Volkszeitung Jg. 1933 Nr. 152

 

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