Ebert, Ferdinand

Kath. Geistlicher, Heimatforscher, Dichter, Schriftsteller, * 23.3. 1907 Montabaur, † 13.6. 1982 in Montabaur –

Geboren als Sohn des Gymnasialprofessors Johannes Ebert († 1923), an dem er sich zeitlebens orientierte, begann er im Anschluss an das 1925 am Kaiser-Wilhelms-Gymnasium zu Montabaur bestandene Abitur das Studium der Architektur und der Jurisprudenz an der Technischen Hochschule Darmstadt, das er an den Universitäten München und Frankfurt/Main fortsetzte. Daraufhin studierte er an der Katholisch-Theologischen Hochschule St .Georgen in Frankfurt/Main katholische Theologie. 1933 weihte ihn Bischof Antonius Hilfrich im Limburger Dom zum Priester. "Bald darauf wurde Ebert zum Diözesanjugendsekretär ernannt und dem damaligen Diözesan-Jugend-Pfarrer und späteren (Limburger) Bischof Ferdinand Dierichs zugeteilt ... Doch dann lösten die Nationalsozialisten die kirchlichen Jugendverbände auf. Ferdinand Ebert musste sein Büro im Limburger Priesterseminar mit der Kaplanei in Niederlahnstein tauschen" (H.J. Roth). 1940 erfolgte seine Einberufung als Soldat zur Wehrmacht. Nach Krieg und Gefangenschaft wirkte er zunächst wieder in Niederlahnstein, ehe er 1947 zum Pfarrer von Oberelbert bestellt wurde. Ab 1958 war E. Pfarrer in Osterspai und ab 1969 - aus gesundheitlichen Gründen bereits im Ruhestand lebend - in Stahlhofen bei Montabaur. Seinen Ruhestand seit 1977 verbrachte er in Montabaur. Neben seiner seelsorgerischen Tätigkeit wirkte E. über eine Reihe von Jahren hinweg als Dozent für Religionsgeschichte am Priesterseminar in Limburg. Schon vor Kriegsausbruch 1939 hatte E. journalistisch zu arbeiten begonnen, und zwar zunächst als Mitarbeiter, dann als Leitartikler der Limburger Kirchenzeitung. Außerdem veröffentlichte er in Bildreihen, Zeitschriften und Flugblättern anonym verfasste Beiträge. 1940 erschien die Arbeit "Unser Bistum", die ihn als einen hervorragenden Kenner der mittelrheinischen Kirchengeschichte auswies. Neben seinem literarischen Schaffen ist auf sein lyrisches Wirken hinzuweisen. Ferdinand Ebert war der Schwager von Heinrich Roth.

Konrad Fuchs

 


zurück

 
Kontakt
Rathaus
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Telefon (0 26 02) 126 - 0    
Fax (0 26 02) 126 - 150
info@montabaur.de
Kontaktformular


Öffnungszeiten:
 Mo - Mi
 
 08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 16.00 Uhr
 Do  08.00 - 12.30 Uhr
 14.00 - 18.00 Uhr
 Fr  08.00 - 12.30 Uhr
 (Bürgerbüro durchgehend)