Wolfsturm

Die Verleihung der Stadtrechte durch König Rudolf I. von Habsburg im Jahr 1291, die auf Betreiben des damaligen Stadtherrn, des Erzbischofs und Kurfürsten Boemund I. von Trier, erfolgte, gab der zuvor nur teilweise gesicherten Stadt Montabaur das Recht, ihre Siedlung unterhalb des Burgberges mit einer befestigten Stadtmauer mit Stadtpforten, Türmen und einem Wehrgang zu umschließen und zu sichern. Daraufhin baute die Bürgerschaft um 1300 mit Anschluss an die Burgbefestigung eine massive Stadtmauer mit 15 Türmen und 12 Stadtpforten um die damals besiedelte und vom Biebrichsbach, dem Stadtbach, durchflossene Stadt. Die städtische Bürgerschaft, die von der  Heeresfolge beim Kurfürsten befreit war, hatte die Bürgerpflicht, mit ihrer Bürgerwehr die Stadttore und die Stadtmauer bei Tag und bei Nacht zu bewachen und die Stadt im Dienste ihres Stadtherrn zu schützen vor feindlichen Angriffen. Der Wolfsturm war der höchste Turm dieser Stadtmauer, weil von hier aus das vor der Stadt ansteigende Gelände der Alberthöhe im Westen der Stadt über die dortigen Ackerflächen und Gärten überblickt und überwacht werden konnte. Im Erdgeschoss an der Stadtmauer wurde der Wolfsturm auch zeitweilig als Gefängnis genutzt. Zur Erweiterung dieses Gefängnisses wurden z.B. im Jahr 1628 in Verbindung mit den damaligen Hexenprozessen einige Bogen der Stadtmauer zugemauert. Vor der Stadtmauer verlief an dieser Stelle ein Wallgraben, der mit verflochtenen und undurchdringlichen Busch- und Dornenhecken, den sog. Gebücken, zusätzlich geschützt war. Der Wolfsturm trug an der Spitze bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein mit Holzbalken gestütztes Dach, das im Jahr 1814 wegen Baufälligkeit beseitigt wurde. Der beigefügte Übersichtsplan zum Verlauf der Stadtmauer vermittelt einen Überblick über die historische Altstadt von Montabaur und deren Bebauung mit ca. 2.000 Einwohnern.


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