Zweite Linde an der Kapelle Allmannshausen muss gefällt werden


Alle Befürchtungen haben sich nun bestätigt: Nachdem im Jahr 2010 eine der beiden Linden an der Kapelle Allmannshausen gefällt wurde, ist nun die zweite Linde erkrankt und muss gefällt werden. Ein umfängliches Gutachten hat bestätigt: Das Wurzelwerk ist faulig und der Baum hat deshalb seine Standfestigkeit verloren. Dadurch ist die Verkehrssicherheit beeinträchtigt und eine Fällung unumgänglich.



 

Im Jahr 2010 wurde das Neubaugebiet „Kesselwiese“ erschlossen. Dafür musste eine Linksabbiegerspur auf der Straße Allmannshausen angelegt werden. Um Platz für diese Spur zu schaffen, hatte der Stadtrat sich nach langen Diskussionen und zähem Ringen dazu entschlossen, die auf der Straßenseite stehende Linde fällen zu lassen. Schon damals war klar, dass bei aller Vorsicht die bevorstehenden Baumaßnahmen zu einer Beschädigung der verbleibenden Linde führen könnten.

Aus diesem Grunde wurde die verbliebene Linde in den vergangenen Jahren regelmäßig genau in Augenschein genommen um Veränderungen erkennen zu können. Diese zeichneten sich mit Beginn der Vegetationsphase im Frühjahr 2014 immer deutlicher ab. Schließlich beauftragte die Stadt Montabaur das Sachverständigenbüro Leitsch aus Nauheim damit, die Linde gründlich zu untersuchen und ein Gutachten zu erstellen. Das Ergebnis: Die Vitalität der Linde ist deutlich eingeschränkt. Die Begutachtung ergab weiter, dass ein Wurzelanlauf der Linde morsch ist. Aufgrund dieser Symptome sah die Gutachterin die Standsicherheit des Baumes gefährdet und veranlasste einen so genannten „Zugversuch“, mit dem geprüft werden kann, ob der Baum noch den erforderlichen Windlasten standhalten kann. Diesen standardisierten Test hat der Baum nicht bestanden, das heißt er droht bei schwerem Unwetter und Sturm umzufallen. Um die Sicherheit der Fußgänger und Fahrzeuge im Umfeld der Linde nicht zu gefährden riet die Gutachterin dringend, die Linde fällen zu lassen. Daraufhin nahm die Untere Naturschutzbehörde beim Westerwaldkreis eigene Untersuchungen vor und bestätigte Ende des Jahres schließlich: Die Linde muss gefällt werden. Die Maßnahme wird nun im Laufe des Februars durchgeführt.

Zum Ausgleich für die gefällte Linde hat die Stadt Montabaur zwei Maßnahmen in Planungen: Als gesetzliche Ausgleichmaßnahme soll eine Fläche entlang der Pappelallee festgelegt und mit zehn Bäumen bepflanzt werden, die dort gepflegt und dauerhaft erhalten werden. Außerdem ist vorgesehen, im direkten Umfeld der Kapelle an Allmannshausen mindestens zwei neue Bäume zu pflanzen. Dazu sollen aber erst sämtliche Bauarbeiten rund um das Fashion Outlet Montabaur und den dazugehörigen Parkplatz abgeschlossen sein, um einen optimalen Standort für die neuen Bäume festlegen zu können.


LINDENHOLZ ZUM SCHNITZEN UND BASTELN

Lindenholz eignet sich sehr gut zum Schnitzen und Basteln, weil es besonders weich und ebenmäßig ist. So lassen sich auch feine Details gut herausarbeiten. Außerdem hat es eine schöne helle Färbung. Deshalb soll das Holz der alten Linden nicht einfach entsorgt, sondern an interessierte Schnitzer und Bastler verschenkt werden.

Wer Interesse hat, kann sich bis zum 20. Februar 2015 mit dem Bauhof der Stadt Montabaur in Verbindung setzen unter Tel.: 02602 / 101 79-0




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