Montabaur zum Anfassen: Tastmodell der mittelalterlichen Stadt eingeweiht


Montabaur zum Anfassen: Tastmodell der mittelalterlichen Stadt eingeweiht


Wer blind oder sehbehindert ist, braucht seine Hände zum „Sehen“. Diesem Gedanken und der Idee der Inklusion folgend ...




 

... hat die Stadt Montabaur ein Bronzemodell fertigen lassen, an dem blinde und sehbehinderte Menschen die Umrisse des mittelalterlichen Montabaur ertasten können. Dieses Tastmodell wurde jetzt feierlich eingeweiht. Viele Firmen und Privatpersonen hatten für das Projekt gespendet, das auf eine Initiative des Stadtführers Paul Widner zurückgeht.

Der Bildhauer Hans-Bernd Olleck hat im Auftrag der Stadt die feingliedrige Bronzeskulptur geschaffen. Als Vorlage diente ein Holzmodell des mittelalterlichen Montabaur, das in einer Vitrine in der Bürgerhalle steht. „Interessant daran ist, dass Montabaur heute zwar viel größer ist, die Struktur der Altstadt aber bis heute so geblieben ist“, erläutert Stadtführer Paul Widner, der spezielle Führungen für Sehbehinderte und Blinde anbietet. „Anhand eines solchen Modells können diese Menschen ein Gefühl für die Dimensionen unserer Stadt entwickeln.“ So warb Paul Widner bei der Stadt für sein Vorhaben und kümmerte sich auch selbst um das Sammeln von Spenden. Fast der gesamte Betrag in Höhe von 7250 Euro konnte durch Spender aufgebracht werden. Den Rest gibt die Stadt Montabaur dazu. So beteiligten sich Banken, Firmen, Vereine und Privatpersonen an diesem Projekt. Gabi Wieland lobte diese Bereitschaft zu spenden: „Durch diese Gemeinsamkeit ist der Gedanke der Inklusion gefördert worden und die Stadt Montabaur ist um eine Attraktion reicher.“ Ergänzt wird diese Attraktion durch eine kleine Bronzetafel, auf der reliefartig, also ebenfalls ertastbar, ein Abriss über die Geschichte der Stadt dargestellt ist. Als Dank an die Spender sind diese auf einer weiteren Tafel vor Ort genannt.

An der feierlichen Einweihung nahmen neben einigen interessierten Bürgern auch die Spender sowie Mitglieder des Stadtrates und des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westerwald-Rhein-Lahn e.V. teil. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Klarinettenquartett des Landesmusikgymnasiums bestehend aus Annika Gürtke, Lara Huhndorf, Leon Milajev und Clemens Pregardien. Zum Abschluss ihrer Darbietung hatten die jungen Musiker noch eine kleine Überraschung parat: Als sie „Happy birthday“ anstimmten, sang das gesamte Publikum mit und brachte so dem Initiator Paul Widner ein Geburtstagsständchen.

 Der Bildhauer Hans Bernhard Olleck erläuterte den aufwendigen Arbeitsprozess vom Holzmodell zur fertigen Bronzeskulptur.

Der Bildhauer Hans Bernhard Olleck erläuterte den aufwendigen Arbeitsprozess vom Holzmodell zur fertigen Bronzeskulptur.


Praxistest bestanden: Sehbehinderte Gäste probierten das Tastmodell gleich aus, während sie den Ausführungen von Paul Widner (nicht im Bild) zum mittelalterlichen Montabaur lauschten

Praxistest bestanden: Sehbehinderte Gäste probierten das Tastmodell gleich aus, während sie den Ausführungen von Paul Widner (nicht im Bild) zum mittelalterlichen Montabaur lauschten

 


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