Eindrucksvolle Friedensgedenkfeier

Friedensgedenkfeier

„Normalerweise zünden die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur über tausend Lichter für die Gefallenen auf dem Ehrenhain 1939/45 an. Diesmal sind in diesen stürmischen Zeiten Fackeln notwendig, um die Gräber zu erhellen“, eröffnete Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland die Gedenkveranstaltung.

Der Volkstrauertag ist dem Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft gewidmet. Die zentrale Veranstaltung des Kreises wurde von der Stadt Montabaur auf dem Ehrenhain 1939/45 im städtischen Friedhof ausgerichtet und gedachte nicht nur der Opfer beider Weltkriege. „Der Volkstrauertag hat eine neue Bedeutung bekommen. Das ganze Volk, die ganze Welt trauert heute um die Opfer des brutalen Anschlags in Paris“, ergänzte Gabi Wieland und stellte zusätzlich ein großes Windlicht auf.

Auch in diesem Jahr setzte die Arbeitsgruppe Volkstrauertag des Landesmusikgymnasiums mit dem betreuenden Lehrer Claus-Peter Beuttenmüller ein Zeichen, dass Gedenkarbeit auch bei jungen Menschen lebendig bleibt. Nora Beißel, Michael Clarida, Anna Overbeck, Manuel Radke, Markus Radke, Johannes Rodloff, Kilian Schardt und Michaela Stepanjan hatten nicht nur Einzelschicksale recherchiert, um die Schrecken des Krieges anschaulich zu machen. Sie stellten auch Fragen wie und warum man heute noch eine Erinnerung an Krieg und Tod pflegt, wo es doch offenbar wesentlich drängendere Probleme gibt: Flüchtlingswelle, Transitzone, Erstaufnahmeeinrichtung Asylantrag …und welche Facetten von Schuld gibt es, wann ist man nicht mehr Opfer, sondern Täter? Beide Gruppen, Opfer und Täter liegen nebeneinander auf dem Ehrenhain begraben. Mit Gitarre und Gesang interpretierten Nora Beißel und Anna Overbeck „Imagine“ auf Deutsch. Unterstützt wurde die AG durch das Blechbläserensemble, das mit eigenen Klangmeditationen zur zeitgemäßen Auseinandersetzung einlud. „Damit haben sie bewiesen, dass Gedenkarbeit auch neue Formen annehmen kann und soll“, so Wieland.

Zum ersten Mal wurden auch die anwesenden Gäste aktiv mit eingebunden. Messdiener verteilten Kerzen, die ein Symbol für Hoffnung auf Frieden sein sollten. Zum Schluss bedankte sich Gabi Wieland bei Landrat Achim Schwickert, der die Gedenkrede hielt und bei Pfarrer Michael Dietrich für das Gebet, ebenso bei den weiteren Mitwirkenden, dem Musikverein Horressen, der Reservistengemeinschaft Montabaur, der Schützengesellschaft sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr Montabaur und dem Bauhof der Stadt für die Unterstützung und Ausgestaltung der feierlichen Friedensgedenkfeier.

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