Buch zur Stadtgeschichte vorgestellt


Buch zur Stadtgeschichte vorgestellt

Es ist sicher nicht leicht, über 300 Jahre bewegter Stadtgeschichte zwischen zwei Buchdeckel zu packen, doch Dr. Paul Possel-Dölken ist dieses Kunststück gelungen.




 

Im Rittersaal auf Schloss Montabaur stellte der ehemalige Bürgermeister von Verbandsgemeinde und Stadt jetzt sein neues Buch „Geschichte der Stadt Montabaur – Montabaur in der kurfürstlichen Zeit von 1500 bis 1815“ vor. Es gehört in die Reihe „Stadtgeschichte von Montabaur“ und bildet darin Band 1 von Teil 2; Herausgeber ist die Stadt Montabaur. Dargestellt werden das Leben und die Gesellschaftsordnung im Kurfürstentum Trier am Beispiel der Stadt Montabaur.

„Für die Verhältnisse im Deutschen Reich war Montabaur damals eine große Stadt, die drittgrößte nach Trier und Koblenz im Kurfürstentum Trier. Montabaur war zeitweise sogar Residenz der Kurfürsten und Erzbischöfe von Trier.“ Mit dieser Einordnung führte Dr. Possel-Dölken seine Zuhörer in die politischen Zusammenhänge und die Bedeutung Montabaurs um 1500 ein. Diese Einordnung zieht sich wie ein roter Faden durch sein wissenschaftliches Werk, in dem er beispielhaft das Leben und die soziale Ordnung der städtischen Bürgerschaft in einer kurfürstlichen Residenzstadt mit ihren örtlichen Traditionen und Besonderheiten darlegt. Er zeigt auf, welche Rechte und Pflichten die Stadträte und der Bürgermeister damals hatten und welche Rolle die Zünfte im Stadtleben spielten. Manch anwesendes Stadtratsmitglied im Publikum wird sich vielleicht gewundert haben, da Dr. Possel-Dölken exemplarisch aufzeigen konnte, dass sich die Themen bis heute wiederholen: So standen beispielweise der Stadtwald und seine Nutzung durch die Bürger über die Jahrhunderte immer wieder auf der Tagesordnung, wie Dokumente im Stadtarchiv belegen. Die Stadt und ihre Bürger waren zwischen 1500 und 1815 regelmäßig von den Glaubenskriegen der Reformationszeit und von den kriegerischen Auseinandersetzungen innerhalb des Deutschen Reiches und Europas betroffen, weil die Kurfürsten von Trier direkt oder indirekt daran beteiligt waren. So spielten denn auch die Kurfürsten von Trier mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Erfolgen die Hauptrollen in Dr. Possel-Dölkens Vortrag, den er mit Portraits der Herren unterlegte, die im Übrigen auch im Anhang des Buches zu finden sind. Vortrag und Buch endete mit der Auflösung des Kurfürstentums Trier und dem Übergang Montabaurs an das Haus Nassau. „Die Nassauische Zeit bietet genügend Stoff für Band 3 der Stadtgeschichte. Ich habe mit der Arbeit schon begonnen“, schloss Dr. Possel-Dölken mit einem Schmunzeln seine Ausführungen.

Die Buchvorstellung fand gewissermaßen an historischer Stätte, nämlich im Rittersaal auf Schloss Montabaur statt. Als Hausherr begrüßte Axel Kehl, Vorstandsvorsitzender der ADG, die Anwesenden. „Ich bin gespannt, was Sie uns gleich über das Leben und Wirken meiner Vorgänger im Amte berichten werden“, sagte er an Dr. Possel-Dölken gewandt. Die ADG hat das Buchprojekt mit einer großzügigen Spende 10.000 Euro unterstützt. „Die Geschichte der Stadt Montabaur ist untrennbar verbunden mit der Geschichte des Schlosses. Bis heute ist uns an einer guten Zusammenarbeit mit der Stadt gelegen. Deshalb haben wir uns auch für diese neue Stadtgeschichte eingesetzt“, so Kehl. Dafür und für die Gastfreundschaft an diesem Abend bedankte sich Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland in ihrem Grußwort. Ihr Dank ging auch die Kreissparkasse Westerwald, die 1.000 Euro für das Projekt gespendet hatte; an die Mitarbeiter der Verwaltung, die unter der Projektleitung von Stadtarchivarin Dr. Regina Fiebich an dem Buch mitgearbeitet hatten, sowie an das Druckhaus Montabaur, das mit viel Engagement die Herstellung des rund 800 Seiten starken Buches ermöglicht hatte, und außerdem an den Gitarristen Volker Höh vom Landesmusikgymnasium, der für den musikalischen Rahmen des Abends gesorgt hatte. An ihren Amtsvorgänger Dr. Possel-Dölken richtete Wieland ein besonderes Dankeschön: „Sie haben während ihrer Amtszeit unser Bewusstsein für die Geschichte geprägt und heute mit dem Buch erneut geschärft. Es ist wichtig, seine Wurzeln zu kennen, um für die Zukunft handeln zu können.“ 

 Das Buch kostet 30,- Euro. Es ist im örtlichen Buchhandel sowie im Stadtarchiv erhältlich.

Das Buch kostet 30,- Euro. Es ist im örtlichen Buchhandel sowie im Stadtarchiv erhältlich.

 

Der Rittersaal auf Schloss war die passende Bühne für ein besondere Vorstellung: Dr. Paul Possel-Dölken (Mitte) präsentierte seine neues Buch zur Stadtgeschichte. Mit dabei waren Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland und Axel Kehl, Vorstandsvorsitzender der ADG. (Bild: Olaf Nitz)

Der Rittersaal auf Schloss war die passende Bühne für ein besondere Vorstellung: Dr. Paul Possel-Dölken (Mitte) präsentierte seine neues Buch zur Stadtgeschichte. Mit dabei waren Stadtbürgermeisterin Gabi Wieland und Axel Kehl, Vorstandsvorsitzender der ADG. (Bild: Olaf Nitz)

 

Axel Kehl, Vorstandsvorsitzender der ADG, begrüßte als Hausherr die Gäste. (Bild: Olaf Nitz)

Axel Kehl, Vorstandsvorsitzender der ADG, begrüßte als Hausherr die Gäste. (Bild: Olaf Nitz)

 

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